Obere Fabrik

Staunen, Wohlfühlen,
Leben und Erleben

Entdecken Sie das historische Areal Obere Fabrik und die vielfältigen Facetten seiner Gebäude und Plätze. Ein lebendiger und abwechslungsreicher Ort für kulturelle, bildungsschaffende und gesellschaftliche Interessen. Inmitten der Kleinstadt Zell am Harmersbach kann man entlang der Fabrikstraße vom Rundofen bis zur Villa Haiss einiges erleben. Besuchen Sie das bauliche Ensemble der ehemaligen Obere Fabrik und begeistern Sie sich von der besonderen Atmosphäre!

 

DIE OBERE FABRIK VEREINT...

Rundofen

Im historischen Industriedenkmal lässt sich nicht nur die Zeller Keramik-geschichte erfahren. Vielmehr ist er auch multifunktional für verschiedenste Anlässe geeignet. Neugierig?

Tellerbau

Bisher unter dem Namen Kulturzentrum bekannt, ermöglicht der Tellerbau das Ausrichten größerer Veranstaltungen. Früher wurden hier die Teller der Zeller Keramik gedreht.

Villa Haiss

Das ehemalige Herrschaftshaus der Zeller Keramik Fabrikanten-Familie Haiss beeindruckt heute als Museum für zeitgenössische Kunst.

Zeller Kunstweg

Mit dem Open-Air-Museum laden Kunst-Skulpturen entlang der Mauer zum Erkunden ein.

Haus Maier

In den 50er Jahren unter dem Namen s‘Sattlers bekannt, wird hier eine firmeneigene Sattlerei der Oberen Fabrik vermutet. Ab den 80er Jahren diente das Haus zu Wohnzwecken. Die zukünftige Nutzung des Gebäudes steht noch nicht fest.

Formen keller

Angrenzend an das Haus Maier befindet sich ein Gewölbekeller. Dieser Formenkeller wurde als Depot für Formen aus Gips genutzt. Eine zukünftige Nutzung ist hier noch offen.

Stadtpark

Die idyllische Parkanlage ist über den Rundofen zugänglich und lässt Zeit zum Aufatmen. Früher gehörte der Park zum Gelände der Oberen Fabrik.

Ein Stück Zeller Geschichte

Das Areal rund um den Rundofen nannte sich zu Zeiten der Zeller Keramik Porzellanproduktion Obere Fabrik. Die Obere Fabrik blickt auf eine spannende und über 200-jährige Geschichte zurück.

Joseph Anton Burger

1790 darf der Zeller Bürger Joseph Anton Burger auf Erlaubnis des Zeller Stadtrats Fayencen (Aufglasur-Malerei) herstellen. Als Töpfer gearbeitet hatte er sich ein breites Know-how über die Herstellung von bemaltem Steingut angeeignet.

Gründung der Fabrik

1794 gründet Burger eine Fabrik für Steingut. Als kapitalkräftige Geschäftspartner kommen Jakob Ferdinand Lenz und Georg Schnitzler hinzu. Mit den finanziellen Mitteln konnte die Fabrik auf 110 Arbeiter erweitert werden. 1828 übernahmen Gottfried Ferdinand Lenz und Wilhelm Schnitzler die Fabrik.

Die Fabrikrede von Ritter von Buß

Am 25. April 1837 hielt der Sozialpolitiker Ritter von Buß seine revolutionäre Fabrikrede - ein Meilenstein in der deutschen Sozialgeschichte für mehr soziale Gerechtigkeit.

Beginn der Porzellanherstellung

1839 begann in der Oberen Fabrik die Porzellanproduktion der Zeller Keramik. Die Porzellanerde (Kaolin) kommt aus Limoges, Zentral-Frankreich.

Die verschiedenen Eigentümer

1860 wurde Lenz alleiniger Eigentümer nachdem Schnitzler seinen Firmenanteil verkaufte. 1869 verkauft Lenz die Fabrik an Bruno Prössel aus Berlin. 1874 wird aufgrund der Insolvenz Prössels die Fabrik durch Carl Schaaff aus Lahr ersteigert. Es begann eine neue Blütezeit, sodass insgesamt 365 Arbeiter und 80 Porzellanmaler beschäftigt wurden. Gebrannt wurde an drei Porzellan-, zwei Steingut- und einigen Muffel-Öfen.

Die Vereinigung der Unteren und Oberen Fabrik

Georg Schmider war im Besitz der Unteren Fabrik, wo die Weltmarke „Hahn & Henne“ produziert wurde. 1907 kaufte er die Obere Fabrik. Durch den Kauf und Besitz beider Fabriken entstanden die „Vereinigten Zeller Keramischen Fabriken“.

Wanderlust?

Dann erkunden Sie die Hahn-und-Henne-Runde in Zell am Harmersbach. Begleitet vom sympathischen Hühnerpaar laden wunderschöne Aussichten und Rastmöglichkeiten im Hahn-und-Henne-Look ein die Seele baumeln zu lassen.