Ausstellung: 11. April – 18. Mai 2025: Do, Fr, So 14:00-17:00 Uhr
Lutz Lefèvre porträtiert und beschreibt sieben bedrohte Völker aus Zentralasien, Südostasien und Ozeanien. Seine Motivation ist durch Neugier und Mitgefühl für Menschen geprägt, die unter äußerst harten Bedingungen und mit einfachsten Hilfsmitteln das Überleben der Familie, das ihres Stammes sichern. Er möchte die Schönheit und Einmaligkeit der Völker würdigen, die leider einem unaufhaltsamen Untergang ausgeliefert sind.
Die umfangreiche Fotoausstellung resultiert aus dem Fundus zahlreicher Expeditionen der vergangenen 50 Jahre:
Damals lebten Dani und Jali im Hochland von Irian Jaya in der Steinzeit, kultivierten an den steilen Hängen des Dschungels ausgeklügelte Terrassen für Süßkartoffeln und veranstalteten bei kriegerischen Konflikten ein kannibalistisches Ritual.
„Die Geister der gelben Blätter“, weniger als zwei Hundert Mlabri im Grenzgebiet von Thailand und Laos, selbst für die einheimische Bevölkerung unsichtbar, wurden erstmals 1937 von Anthropologen beobachtet und leider ist die Lebensweise der Waldnomaden schon Ende des 20. Jh. ausgestorben.
Das spektakuläre Aussehen der „Longnecks“, der Kayan aus Ost-Burma, wurde ihnen bei ihrer Flucht vor der Militärdiktatur nach Thailand zum Verhängnis. Ohne Pässe werden die Familien in Schaudörfer gezwungen und als „Giraffen(hals)frauen“ vom thailändischen Staat für den Tourismus in einem „Menschen-Zoo“ vermarktet.


