Untere Fabrik - vor 1907

An der Straße von Zell nach Biberach produzierte die Firma Scheible und Haager Baukeramik und feuerfestes Kochgeschirr aus Ton. Teile der Baukeramik sind heute noch an Häusern in Zell vorhanden.

Ab 1874 brannten Haager, Hoerth und Co. Steingut in der unteren Fabrik. Sie markierten ihre Produkte mit dem Wappen der Stadt Zell und dem Schriftzug H. H. & C. Zell a. H (später auch H. H. & C. Zell a. H.). Alte Preislisten zeigen, dass neben Geschirr auch zunehmend Zierkeramik im Angebot war. Bis etwa 1900 stellte die Firma etwa 1000 unterschiedliche Formen für alle Bereiche des täglichen Lebens, wie die ausgestellte Blumenampel, her.

Der Compagnon und spätere Alleingesellschafter Georg Schmider gewann die Konstanzer Keramikerin Elisabeth Schmidt-Pecht, die neue Formen (Hilda) und neue Dekore entwarf. Darunter war das weltbekannte „Favorite“, das auf der Weltausstellung in Paris ausgezeichnet wurde. Der Obermaler Karl Schöner, der in der oberen Fabrik seine Laufbahn begann, designte das wohl bekannteste Dekor aus Zell, „Hahn und Henne“.

Diese und viele andere in der unteren Fabrik entwickelte Dekore und Formen wurden noch viele Jahrzehnte produziert.